Welches Spiel hat euch zum Tränen gerührt?

RIMWORLD
Als ich meinen trotteln unter grössten Mühen das Überleben sicherte, als ich wegen bauteilmangel meine Kolonie demontieren musste um die letzten raketenteile zu bauen zu können, als mein drogenaffiner bergarbeiter nach seinem schweren Entzug am letzten Tag vor der Abreise noch mal rückfällig wurde.

Ich hatte feuchte Augen, als die Trotteln in die Rakete trotteten und ich den Launchbutton drückte.

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Ich glaub bei mir liegt einfach, weil die Grafik immer noch etwas Künstliches vermittelt.
Hingegen man beim Film eben eine Beobachtende Rolle einnimmt.
Zudem sind Themen öfters eben in Szenarien eingebettet, die eben nicht immer der Realität entsprechen.
Bei Szenarien sie in der realen Welt angesiedelt sind wird das einfühlen vielen leichter fallen.

Mein Mitleid hält sich auch in Grenzen wenn mir ein NPC erzählt das er 4 Jahre alt war als seine Mutter von einem Drachen getötet wurde und der Papa von der Böse Hexe des Nordes in einen Frosch verwandelt wurde.
Hingegen ein Kriegsszenario oder ein einigermaßen vorstellbares postapokalypse Szenario hier auch besser funktionieren.

ich finds ja immer cool, wenn man, um eine einzige Person zu retten, hundertschaften an Schergen niedermetzeln muss, um dann in der Cutscene danach wieder Mr. Niceguy zu sein, der nur das beste will.
Die besten Geshichten entstehen bei mir im Kopf.
Auch bei EU4 oder Darkest Dungeon hatte ich schon feuchte Augen, aber da eher vor Wut.

Bei Eu4, wenn ich durch einen dummen Missclick 25h Spielfortschritt im Ironman in die Tonne haue, oder bei Darkest Dungeon, wenn die Feinde mit einer wundersamen Crit Serie deine gesamte voll gelevelte Eliteparty aus den Latschen haut.
Das sind Situationen, wo auch der gestandesnste und männlichste aller Gamer Tränen ins Auge bekommt

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Beim Ende von „The Whispered World“ kamen mir die Tränen. Das Spiel hat eine so fantastische melancholische Grundstimmung erzeugt, so dass beim Ende der Weg zu den Tränen nicht mehr weit war…

Mit dem Weinen habe ich es nicht so. Aber beim Ende von Valiant Hearts: The Great War und Rime hatte ich auf jeden Fall einen sehr dicken Klops im Hals.

oh stimmt, Rime habe ich schon wieder vergessen, wie sehr mich das traf.
Das Spiel ist sowieso grossartig, sehr ruhig und stilsicher, das Ende ist eigentlich klar herangeführt, hat mich dann aber doch sehr überrascht und mitgenommen, da habe ich auch geschluchzt, geht mit dem Thema aber super um.

Bei mir wäre eher die Frage, welches Spiel mich NICHT zu Tränen gerührt hat. Da ließe sich dann nur Rocket League oder Broforce in Betracht ziehen. Ich meine mich zu erinnern, dass mir selbst Botanicula mit seiner wunderschönen Melodie einige Schluchzer abgeronnen hat.

Ansonsten hatte ich den wirklich emotionalsten Spielemoment wie so einige hier bei The Walking Dead 1, Oblivion (Lucien Lachance! <3) und vielleicht Dark Age of Camelot. Bei letzterem vermutlich eher vor Freude, wenn man erfolgreich nachts um 3 ein Gebiet geraidet und eine Burg für sich erobert hat. Wunderschön.

Inzwischen glaube ich aber, es ist viel gesünder, seine Gefühle einfach zu unterdrücken und auch kein Spiel mehr an sich herankommen zu lassen. Protipp!

Hab mir vor Jahren auf einer Lan-Party bei einer C&C-Schlacht versehentlich Chili in die Augen gerieben. Zählt das?

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Das ist ja schön, dass hier so viele „Brothers“ ansprechen! Mir scheint der Titel tendenziell eher weniger bekannt zu sein, was sehr schade ist. So ein grandioses Spiel! Und das Ende ist wirklich phänomenal! Wie es dieses Spiel mit einfachen Mitteln schafft, Bindung zu (und zwischen) den Figuren herzustellen, ist einfach unerreicht. Für mich definitiv das zu-Tränen-rühr-Spiel!

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Wenn ich drüber nachdenke ist es schon verdächtig, dass mich Spiele eigentlich nie besonders rühren - geschweige denn zu Tränen. Während ein Film dazu nur ein Tier/Kind in die Kamera glupschen lassen muss, etwas kitschige Tragik und zur Sicherheit vielleicht ein paar Geigen drüber…
Sollte ich bei Spielen unbewusst irgendeine Machogamerattitüde internalisiert haben? Ich glaube eigentlich nicht, aber bei aller Immersion tut sich das Medium komischerweise sehr schwer damit mich emotional zu manipulieren (im positiven wie im negativen Sinne).

Du sprichst einen interessanten Punkt an: Ist bei Spielen vielleicht „mehr nötig“, damit sie denselben Effekt haben? Du sagst ja selbst: Bei Filmen sind es manchmal ganz billige, durchschaubare, kitschige Elemente, die den Effekt haben können. Auch bei mir. Aber wenn ich dasselbe oder was ähnliches in einem Spiel sehe, denke ich eher „Boah, wie billig!“ anstatt mich tatsächlich packen zu lassen. Geht’s noch mehr Leuten so?