Viertelfinale "Bestes Spielejahr": 1984 vs. 1996

Sorry, Herr Schiffer. Aber 1996 hat haushoch gewonnen. Und das nicht wegen Tomb Raider, sondern trotz diesem sexistischen Anti-Spiel. 1996, man muss sich in die Zeit reindenken, ich war gerade 12. Und was gab es damals nicht für magische Spiele:

Baphomets Fluch, Discworld 2, Toonstruck, Blazing Dragons, The Gene Machine, Sierras Fable, The Lost Files of Sherlock Holmes 2, Orion Burger, 3 Skulls of the Toltecs, Tex Murphy: The Pandora Directive! Wer braucht da noch überschätzte, unlustige und überbewertete LucasArts Spiele?

Darüber hinaus hätten wir noch fantastische Konsolenspiele: Destruction Derby, Twistes Metal, Suikoden, Snatcher, Persona, Mega Man X3, Hi-Octane, Descent II, Asterix & Obelix, Donkey Kong Country 3, Kirby Superstar.

Und mit Dig It eines meiner bis heute liebsten Platformer für DOS. Ach ja, Mario 64 gab es auch noch. War aber doof. Das erste 3D Mario was funktionierte war dann Mario Galaxy.

[ENDE POST / ANMERKUNG DER ADMINS]
hi! voll geil, dass ihr das schon angelegt habt, jetzt muss ich aber mal kurz hier reingrätschen und in den ersten Post noch die Abstimmung reinflanschen.

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Du denkst nur daran, was für Perlen 1996 erschienen sind (High Octane war btw keine und frag mal 100 Gamer, wer sich an Orion Burger oder Blazing Dragons erinnern kann, Spiele wie Discworld 2, 3 Skulls of Toltects erscheinen in den 90ern zudem alle Nase lang, sorry)). Aber Du vergisst, was da auch für eine Scheiße erschienen ist. Ich sage nur: Hochphase von “interaktiven Filmen”. Klar, 1984 hat das Handycap, dass die wenigsten von uns damals bewusst Spiele wahrgenommen haben. Und mit 12 findet man natürlich alles geil. Ich habe versucht mit dem ungetrübten Blick eines Computerspiel-Historikers ranzugehen. Ich habe versucht jegliche Nostalgiescheiße aus meinen Überlegungen herauszufiltern und ein Jahr genommen, in dem ich nicht mal wusste, was ein fucking Computer ist. Und das Ergebnis meiner Überlegungen war dann eben 1984. Man kann zu einem anderen Ergebnis kommen als ich und es ist sicherlich der risikoreichere Pick. Vermutlich werde ich mit wehenden Fahnen untergehen, so wie damals, als ich den Anfang der 90er den Klassiker “The ancient art of War” ( 1984) nachgeholt habe. Aber wurst.

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Ganz klar 1996. Und nicht nur weil ich 1984 von keinen Controller halten konnte.

1984-1

Heute habe ich gelernt das die Tetris Blöcke wirklich Namen haben.

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Nein, haben sie nicht … :smile:

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Ok ich war Faul. Hab nur die Bildersuche bemüht. Bin ja auch kein Journalist :joy:

Heute habe ich gelernt, besser zu recherchieren

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Mann mann mann, da steht man einmal nicht um sechs auf und schon ist das Thema angelegt, ich hoffe du verzeihst mir @LondoMollari, ich editier als Admin deinen Post und poste da noch die Abstimmung rein :slight_smile:

Erstens: In Tomb Raider 1 war die Figur Lara Croft noch absolut nicht sexualisiert, sondern als starke, selbstbewusste, intelligente Frau dargestellt. Inklusive Biographie im Handbuch, die ihre wissenschaftliche Arbeit hervorhob!
Die Sexualisierung kam erst später in der Werbekampagne zu Tomb Raider 2 (mit Duschgel als Beilage) und den dazu veröffentlichten Artworks (und der Duschszene im Spiel)

Zweitens: Tomb Raider war ein geniales Spiel, das aber viele nicht verstanden haben. Entweder sahen sie es als Actionspiel oder als Abart des Super Mario 64 mässigen Jump n Runs. Aber beides war das Spiel nie, es war ein genial gutes Rätselspiel im 3D-Raum, wo man sich in einem grossen, wirklich Dreidimensionalen (und meist extrem horizontalen) Level zurechtfinden musste und Rätsel lösen musste. Das klettern und Hüpfen war weniger eine frage der Reflexe und Geschicklichkeit als der Übersicht und Logik. Dem entsprach auch das sehr langsame aber sehr präzise Bewegungsrepetoire.

Drittens: Antispiel? WTF? nur weil es kein absurdes japanisches JRPG mit prätentiösen Storywendungen ist oder ein Werbespiel für dreifuffzich zusammengekloppt?
Das Spiel ist mehr Spiel als Mario64, weil es mehr von einem fordert als “itsa meeeee…” weil es all die Skills einfordert, Navigation in allen drei Dimensionen, Kombinationsgabe über mehrere Ebenen (und Schalter und Steinblöcke) und im die Beherrschung einer Steuerung die aus mehr als zwei Tasten bestand. Und das Spiel hat Action eben so selten eingesetzt, dass sie jedesmal ein Highlight war und nicht einfach belanglos wurde.

Viertens: T-Rex nuff said!

Dann muss ich mein 2. Werk ja doch hier posten. Habs mir extra für den Abstimmungsthread aufgehoben.

elite

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Christian “Wir suchen nicht das wichtigste Spielejahr” Schiffer mit Monolog und Einspielern darüber, wie wichtig 1984 war.

Journalistisch toll, argumentativ beschreibt es eher ein Begriff aus dem Fußball.

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ich finde ja einige der 1996 erschienenen Spiele grossartig, aber ich muss Christian Schiffer Recht geben in seiner Argumentation.
1984 hat einen umbruch getan und David Braben betrat die Bühne. nicht nur hat er mit Elite das Genre der SpaceSims begründet, erstmal echtes (sic!) 3D in Spiele gebracht, Speichern als zentrales Element gebracht, Prozedurale Berechnung erstmal in Spielen angewendet, und vieles mehr.
Er ist dann auch noch geblieben, bis Heute.
Er hat die ganze Spiele-Branche geprägt und prägt sie bis Heute, er hat eins ums andere male epochale Eindrücke hinterlassen und sehr viele grossartige Spiele gebracht und seine Firma besteht seit dem als Indie-Unternehmen (!!) auf dem Markt aber auch abseits davon rund um IT viele Dinge angestossen.

Alleine darum (und weil auch sonst die Wende kam) ist 1984 der Sieger.

P.S. könnte noch jemand die Abstimmung einfügen? :wink:

Hätte mich echt überzeugen lassen, wenn du nicht auf diesem Eigentor rumgeritten wärst! Top-Plädoyer!

Außerdem war Tomb Raider gut und schon 1997 erschien das beste Star Wars Spiel.

Aber wir suchen doch das “Beste Spielejahr” und nicht das Jahr welches für die Branche oder den Markt am prägendsten war.
Da ich nicht so der Fussballspezi bin ziehe ich halt einen Autovergleich:

Nur weil Henry Ford 1908 das Fließband in die Autoproduktion brauchte, würde man dieses Jahr doch nicht als “Bestes Autojahr” bezeichnen.

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Ja, natürlich. Aber im Jahr 84 sind im historischen Vergleich bessere Spieler erschienen. Das Problem: da die wenigsten von uns 1984 miterlebt haben, kann man sich das nicht so recht vorstellen.

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Mhmja.

Vielleicht liegt genau da das Problem, weswegen 1984 wohl bei der Abstimmung den Kürzeren ziehen wird.

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Im Vergleich zu Büchern, Musik oder Filmen kann man bei Spielen leider mal eben die Faszination nochmal erleben wie damals.

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Der einzige Grund für 1984 zu stimmen ist das bossigste Spielecover aller Zeiten:

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Ja, natürlich. Ich habe mir, ohne Witz, alle Spielejahrgänge seit 1974 angeschaut. Und 1984 ist herausragend, insbesondere vor dem zeitlichen Hintergrund. Klar, Jahre, die man selbst nicht erlebt hat, haben kaum eine Chance. Auch bei den Nominierungen sieht man das ja. Da setzte ich eben einen Contra-Punkt. Wenn es ein gutes Jahr war, dann ist es eben ein gutes Jahr. Auch wenn es am Ende chancenlos ist, weil niemand dabei war. Ich ja auch nicht.

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Aber warum??

(nur für den Kick für den Augenblick)

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