Sprachnachrichten: Cool oder Sinnlos?

Jetzt… antworte ich mir selber? Um auf die Sprachnachricht von @Christian.Schiffer zu antworten… Oh Lord.

Das Problem ist ja nicht das simultane sondern, dass nichts endgültig ist. Effektiv verschiebt man per Sprachnachricht ein Telefonat auf mehrere einzelne Nachrichten. Davon kann man dann zwar theoretisch mehrere parallel führen, aber meiner Erfahrung nach führt das eher zu Chaos als zu Lösung.

Was das angeht, bin ich altmodisch: Wie beim Klöße essen. Einer nach dem Anderen

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Sprachnachrichten sind so eine Seuche!

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Eine Demonstration…

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Hm…

Dieses Argument überzeugt mich nicht :wink:

Wir können es ja an die Community abgeben… :thinking:

  • Sprachnachrichten sind super.
  • Sprachnachrichten sind scheiße.

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Hab gerade ausversehen auf eine von diesen hier inflationär auftauchenden sprachnachrichten geklickt und vergessen, dass mein Handy mit dem Soundsystem der Wohnung verbunden war.

Nun hassen neben mir auch meine Freundin, mein Hase und meine Nachbarn sprachnachrichten… :thinking:

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Hahahahahaha

Wessen liebliche Stimme ist denn durch den Äther gefeuert?

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Ich muss sagen, ich hab Sprachnachrichten auch nie verstanden. Aber mittlerweile (also seit ich mit @Christian.Schiffer konspiriere) bin ich auch auf den Geschmack gekommen. Denn es ist eben nicht die Nachteile eines Telefonats mit den Nachteilen eines Chats, sondern die Vorteile eines Telefonats mit den Vorteilen eines Chats. Also: zeitsouverän und asynchron, aber gleichzeitig „natürliche“ Sprache und Gedanken. Ich muss sagen… ich hab meine Meinung hier echt geändert, ganz ohne Plädoyer!

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Als alter Sack™ garantiere ich, dass die beste Methode von mir niemals eine Antwort zu bekommen ist, mir eine verfickte Sprachnachricht zu schicken! Ich kann also weder kurz lesen, was Du willst noch direkt mit Dir sprechen und muss mir stattdessen 60+ sec. Dein geseier anhören?

Die Sprachnachricht ist der SUV unter den Kommunikationsformen! Das ultimative Ego-Sau Gehabe für Leute die meinen, jeder müsse sich nach Ihnen richten! Mic drop

In diesem Sinne: Lasst die Finger von Frostpunk und Stimmt für New Vegas! :smiley:

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Pro sprachnachticht. Wie telefonieren mit quicksave. Geil.

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Sprachnachrichten sind die egoistische Form moderner Kommunikationsmittel. Während man selbst Zeit spart und Mal eben Sprachnachrichten verschickt, muss der gegenüber die aber mehrmals hören um sie zu verstehen (z.b. bei so einer schlechten Tonqualität wie die oben von Christian S.) Oder wenn man Mal Aufgaben raushören muß um nur keine zu Vergessen.

Sprachnachrichten sind nur ligitim während man nicht schreiben kann, also z.b. auf dem Fahrrad.

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Gerade da eben nicht. In der Regel muss das Handy in der Hand bleiben und der Fahrtwind versaut dir alles. Das ist beides scheiße.
Darüber hinaus geht das Prinzip aber in beide Richtungen, du kannst die a Nachricht anhören wann und wie du willst. Tippen auf dem handy ist die Pest.

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nicht mit HEadset :wink: da musst du nur den Daumen auf dem Display drücken. Und wer tippt überhaupt noch auf dem Handy? Wischen ist das Ding.

Vor allem im Winter ist tippen die Pest.

Ich persönlich finde Telefonieren sehr viel egoistischer, weil da jemand meint, über meine Zeit verfügen zu müssen. So ein scheiß Anruf reißt mich aus der Arbeit raus, ich muss dann manchmal ganze Absätze neu schreiben usw. Zeitsouveräne Kommunikation ist eine wichtige Errungenschaft. Ein unbestreitbarer Nachteil von Sprach-Nachrichten: Sie sind schwerer zu durchsuchen, aber immerhin ist die Kommunikation doch nachvollziebar. Bei Telefonanrufen ist das nicht gegeben, dauernd kommt es zu Missverständnissen, zu Streit und im schlimmsten Fall: Zu noch mehr Anrufen. Deswegen bevorzuge ich mail oder Chat. Und wenn ich nicht tippen kann, und das kommt recht oft vor, dann eben die Sprachnachricht.

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Ich verstehe ehrlich nicht, warum gerade bei der Zeitsouveränität (tolles Wort übrigens) so von Vorteil ist.
Wenn ich etwas wichtiges formuliere oder einen Termin habe, bin ich nicht zu erreichen. Fertig. Da bin ich vollkommen souverän in meiner Zeit. Bin ich damit fertig, ist da doch egal ob ich eine Sprachnachricht oder einen Anruf in Abwesenheit habe. Ich hätte durch die Sprachnachricht lediglich eine einseitige Information mehr, die ich so oder so überprüfen muss.
Und wenn es nur um ein kurzes „so machen wir es“ geht, ist die Mail ja keinen Meter schlechter.

Nichts ersetzt den echten Dialog. Insbesondere komplexe Probleme, gehen nur im Dialog. Sicher, da gibt es auch Menschen, die da weniger effizient sind und auch mal nerven. Dieser Personenkreis ist meiner Erfahrung nach aber grundsätzlich eingeschränkt was Kommunikation angeht. Da ist es egal ob ich Häppchenweise genervt werde, oder einmal lang am Telefon.

Und zur Überprüfbarkeit: Da Aussagen im Monolog ohne Rückmeldung sind, passiert es ständig, dass jemand etwas missinterpretiert, weil die Nachfrage nicht möglich ist.

In meinem Alltag ist es so, dass ich mir mittlerweile einen Stift und Zettel nehme, wenn ich eine Sprachnachricht bekomme und mir simultan notiere, welche Information mir jetzt zukommen sollen. Dann höre ich mit Zettel die Nachricht ein zweites Mal um auch sicher zu sein alles erwischt und richtig verstanden zu haben.
Das ist für mich hundert mal nerviger als ein Anruf, während ich z. B. eine Mail schreibe

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Ich habe dauernd Termine oder muss etwas wichtiges Forumlieren. Im Ernst. Und ich will mir da nicht eine Stunde lang „Telefonzeit“ in den Kalender planen müssen. Bei Anrufen in Abwesenheit ist es meistens so, dass ich zurückrufe, die Person dann nicht erreichbar ist und das ganze dann in einem veritablen Clustefuck aus Anrufen, Rückrufen, Rückrückrufen und Rückrückrückrufen mündet. Ja, komplexe Probleme gehen nur im Dialog, aber dann ziehe ich es vor mit den Leuten konzentriert persönlich und face-to-face zu sprechen oder wirklich zu telefonieren, aber mit einem Termin, den man vorher mit Hilfe von zeitsouveräner Kommunikation vereinbart hat (etwa per mail, Chat oder Sprachnachricht).
Zur Überprüpfbarkeit: Ja, immer lieber mail, oder Chat, aber danach kommt bei mir die Sprachnachricht. Ich habe gerade wieder das Problem, dass es Streit gibt wegen dem Zuschnitt eines Themas, weil der Scheiß halt telefonisch gelaufen ist und nicht mehr klar ist, wer was wann wie gesagt hat. Die Alternative ist dann, nach einem solchen Telefonat die Ergebnisse für alle nachvollziehbar schriftlich festzuhalten. Macht aber niemand, vor allem bei kleinen Sachen nicht, weil die Zeit fehlt, weil man ja dauernd telefonieren muss.
Im Übrigen: Wenn jemand keine Sprachnachrichten von mir haben möchte, dann halte ich mich selstverständlich daran. Umgekehrt würde ich mir allerdings manchmal wünschen, die Leute würden meine Kommunikationsvorlieben respektieren und mich nicht dauernd wegen jedem Scheiß anrufen.

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Huiuiui… @Christian.Schiffer, Du gerätst ja hier gerade voll unter Rechtfertigungsdruck, und das im eigenen Podcast Forum :wink:

Ich kann übrigens beiden Kommunikationsvarianten etwas abgewinnen. Man muss sie halt sinnvoll einsetzen.

Rechtfertigungsdruck im eigenen Podcast-Forum ist eigentlich eher der Normalzustand :slight_smile:

Ja, natürlich gibt es unterschiedliche Kommunikationsformen für unterschiedliche Situationen. Bei #frostpunkgate war ich halt so aufgeregt, dass der Alt Frostpunk spielt, dass ich im Zimmer auf und ab getigert bin und keine Lust hatte zu tippen. Er selbst hätte sich bestimmt auch bedankt, wenn ich ihn per Anruf dauernd aus dilletantischen Versuchen herausgerissen hätte, zu verhindern das ALLE KRANK werden.
Mich ärgert nur diese Selbstgewissheit, Sprachnachrichten als Kommunikationform von der Funktionalität her irgendwo hinter einem Death Metal-Song einzuordnen. Denn so einfach ist das nicht. Aber ist auch wurst, denn die wichtige Botschaft ist, und die sollte rübergekomnmen sein: Ruft mich bitte niemals an!