Ist AAA geil oder muss man es haten?

Hitman würde ich vielleicht als „AA“ beschreiben. Hohe Produktionswerte, kompakterer Umfang um das im Budget möglich zu machen (daher auch großer Fokus auf Gameplay und Wiederspielmöglichkeiten), weniger Hype, … die gesunde Mittelschicht des Gamings, von der es viel mehr geben sollte.

Oder, um mal von albernen Kampfbegriffen wegzukommen: Einfach halt ein richtig geiles Game.

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das stimmt.
Die mussten auch am Gameplay seit 2016 nicht mehr viel schrauben, das hat sich nur noch in Nuancen geändert. Umso mehr konnte in die Geschichten, in die Maps und in die Scripte fliessen.

Allein was die Sprecher leisten, ist locker AAA Qualität. Man bekommt vieles halt nicht auf dem Silbertablett in Form einer Cutscene präsentiert, sondern alles Ingame durch Scripte und environmental Storytelling erklärt.
Alleine was Argentinien (der letzte grosse Level) bietet ist grandios, es bietet eine komplette Zusammenfassung der Trilogie, mit vielen Fäden die sich hier zusammenfügen. Das sieht man aber nur., wenn man die Ziele nicht umbringt (oder erst ganz am Ende). …und man sollte auch schon alle Level davor gut kennen)
ich habe vor ein paar tagen die Map eher schnell durchgespielt, und von diesem Storystrang NULL mitbekommen und trotzdem das Finale gesehen.

Das ist geil.
Für mich ist mit diesem Abschluss diese Serie zu meinen absoluten Alltime Favorites aufgestiegen, was Computerspiele betrifft. Das meine ich völllig ernst und hat auch nix mit Hate gegen AAA zu tun. :slight_smile:

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Also, wenn Hitman besser als ein Spiel mit höherem Budget finden „AAA-Hate“ wäre, dann würde „AAA haten“ ja eh praktisch eh nichts bedeuten. (Was es auch so nicht tut, meiner Meinung nach.)

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Für was stimme ich hier ab?
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Warum hatest du Hate so sehr, du Hater?!

Was für ein Hater bin ich, wenn ich gegen ein bestimmtes Genre hate, unabhängig vom Entwickler oder Budget?

Das ist viel zu rationales Denken für aufrichtigen hate

eben, beim haten ist es ja schon Voraussetzung, dass man den Gegenstand des Hates nicht kennt :wink:

Im gegensatz zu: :slight_smile:

Ich fand ja schon Witcher nicht so geil (shit storm incoming) :wink:
Wobei ich da natürlich stark differenzieren muss, weil mir klar ist, dass witcher ein hervorragender Genrevertreter ist… Es ist halt nicht mehr mein Geschmack. Ich bin über die Jahre zum ziemlichen Meta-Gamer geworden. Gameplay muss stimmen und dann Vollgas. Story oder gar Entscheidungen triggern mich überhaupt nicht mehr so wie früher.
Also, denke deine Einschätzung ist schon in Ordnung, aber für mich ist es einfach nicht mehr mein Geschmack… Werde CP2077 aber natürlich trotzdem irgendwann spielen wenn ich es für 19,99 kriegen kann.

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Bei mir genau andersrum. Früher war mir Gameplay mit am wichtigsten, mittlerweile nur noch ein Faktor von vielen. Glaubwürdige Welten und Atmosphäre geben mir mittlerweile viel mehr.

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Ich werd nach einer langen Phase wo mich die frischen Geschichten aus Indiegames am meisten angemacht haben immer mehr zum Mechanik-Puristen. Ganz früher hab ich sich Mal Adventures geliebt. Heute fahr ich eher auf was abstraktes wie THUMPER ab, während mich cineastische Präsentation ziemlich abturnt.

Ist ganz spannend, wie sich Vorlieben über die Zeit verändern können. Vielleicht kommt auch wieder eine andere Phase in ein paar Jahren, wo ich einfach nur Uncharted ballern will. Hat alles nichts mit Hate oder Fandom zu tun, glaub ich, Mal in allem ernst. Spiele können halt super viel sein und eh für jede*n was anderes.

Deshalb ist diese Podcast ja so geil dumm.

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Ich hab mich schon einige Male gefragt, wann das angefangen hat bei mir, dass mir das einfach völlig egal geworden ist. Es muss so um die selben Zeit gewesen sein, in der ich aufgehört habe mehrere Bücher im Jahr (Bellestritik, überwiegend Phantasie und SciFi) zu lesen. Heute lese ich keinerlei Beletristik mehr, sondern nur noch Fachbücher und Magazine. Für mehr reicht auch die Zeit nicht mehr. Der Rest kommt per Podcast auf der Tonspur.
Wenn ich dann abends nach den Kids noch 3 Stunden daddel bevor ich ins Bett gehe, zock ich irgendwelche coolen Gameplay Loops.

Ich hoffe, dass das irgendwann wieder kommt. Kann aber irgendwie nicht dran glauben.

signed :wink:

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Mir gehts einigermaßen ähnlich. Cineastische Inszenierung, am besten dann noch mit 08/15-Orchester-Score ödet mich massiv an, ich mag aber storybasierte Spiele immer noch sehr gerne - zum Glück gibt es ja nach wie vor sehr viele sehr gute Vertreter, die ihre Geschichten auf interessante Art und Weise erzählen. Ob CP2077 dazugehört kann ich nicht sagen, habs noch nicht gespielt

Gleichzeitig liebe ich aber auch Spiele mit geiler Spielmechanik und da ist mir die Story dann recht egal und kann gerne auch abwesend sein. Spiele wie XCOM oder Dirt Rally oder auch Overwatch

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Ich mag einfach geile Spiele, die mir was bieten, das kann Super Gameplay sein, das kann geiles Artdesign sein, es kann künstlerische Prämisse sein, es kann auch super Inszenierung oder geile Welt sein, oder

Vom Artsyfartsy Indiescheiss bis zum AAA Blockbuster mag ich es querbeet und verschieden.

Im Endeffekt suche ich Erfahrungen und Eskapismus, beides kann auf viele Arten erreicht werden.

Verstehe diese Ablehnung gerade gegenüber guter Inszenierung oder grösser Präsentation auch nicht, als wenn das direkt ein Spiel schlechter machen würde 🤷

Ich finde Uncharted 1-3 zB schlechte Spiele, rein spielerisch (wobei es immer besser wurde), aber die Inszenierung und dieser Buddystory Action Abenteuer Schmonz war halt einfach cool, das war ein selbst erlebbarer Abenteuerfilm.

Oder auch sowas wie das Ubisoft-Spiel der Saison, da wird halt mal die grosse Kelle geholt für alles, das ist manchmal einfach cool.

Klar, braucht man nicht immer, aber ab und zu? Einfach drauf einlassen und ungeniert Spass haben, man muss nicht immer nur Hesse lesen (egal welcher), manchmal ist halt auch Michael Stackpole toll.

(und sonst konsumiert man es halt „ironisch“, dann darf auch der Connaisseur, der nie in den McDonald’s geht und darüber nur die Nase rümpft, damit „Spass“ haben)

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Das ist ein geiles Beispiel, weil ich XCOM auch liebe, und das gerade deshalb geile Geschichten erzählt, weil es nur Gameplay ist. Deshalb liebe ich auch State of Decay so. Da erlebe ich immer wieder Sachen, die spannender und unerwarteter sind, als jedes Staffelfinale von The Walking Dead.

Geht ja nicht um Ablehnung, soweit ich das verstehe. Nur um (nicht in Stein gemeißelte) Vorlieben. Und Ausnahmen bestätigen eh jede Regel.

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Bei mir liegt das in dem Fall daran, dass ich entsprechende Inszenierungen im Filmbereich auch schon nicht mag ^^ Das von dir genannte Uncharted wird ja gerne auch als „Indiana Jones zum Spielen“ bezeichnet, und ich bin halt auch schon kein allzu großer Fan der Indy-Filme

Ganz generell gesprochen gefallen mir einfach Spiele besser, die innerhalb des eigenen Mediums Wege nutzen, um ihre Geschichte zu erzählen, als ein anderes Medium zu kopieren. Was nicht heißt, dass ich solche Spiele nicht trotzdem auch immer wieder gerne spiele - die drei neuen Tomb Raider haben mir ja alle sehr gut gefallen

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vielleicht habe ich es dann zT (jetzt nicht nur hier, sondern generell so „in diesem Internet“ ^^) verstanden, aber zT wird grosser inszenierung schon gerne direkt ablehnend gegenübergestanden und ich meine das wörtlich, die verstehe ich nicht.

Dass natürlich nicht jedes Spiel jedem gefällt, dass nicht jeder 20Std auf der Karte rumreiten will oder erstmal 30min Cutscene angucken will (igitt, hasse ich auch, alles von kojima :nauseated_face:) , das verstehe ich natürlich absolut! geschmäcker sind natürlich total verschieden.

Aber eben, diese generelle Ablehnung gegenüber AAA-Blockbuster mit seiner Inszenierung und allem, das trifft man halt schon öfter, als sei das per se etwas schlechtes und eben nicht „ich mag eher XY“
Bei Cyberpunk (mit seinem zugegebenermassen wirklich nervig-penetranten Marketing über zu lange Zeit, das ich trotz willentlicher Ignoranz noch zum überdruss mitbekam) scheint da einfach gerade das ausgewiesene Ziel zu sein, die Bugs und der Konsolenrelease taten da natürlich das seine dazu, aber man sah unabhängig davon, als wenn dies eine konkulsion der Ablehnung sei.
Das letzte mal in ähnlichem mass traf man das evtl bei EAs Battlefront (bzw generell vielem von EA), das einfach per Definition scheisse sein musste

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Ach ja - passt zum Gürtel :wink:

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ich weiß nicht wieso du immer meinst, dass es eine AAA Ablehnung gibt. Kommst du nicht auf die Idee, dass es Wertschätzung für kleinere Schöpfungen sind?

Mit Anno 1800, Control, Alyx (ist das AAA?), Last of us, Ghost of Tsushima, Flight Simulator oder CP2077 haben ja viele AAAs gewonnen.

Ach mir ist das ja so egal ob ein Spiel nun AA, AAA oder ABBA ist…

Wenn es mir taugt, taugt es mir und mehr soll es auch nicht.

Aktuell taugt mir halt Cyberpunkt ganz arg. Das Spiel zieht mich ganz fantastisch in seinen Bann. Ich hab unfassbaren Spaß mit den zahlreichen kleinen und großen Geschichten die es mich erleben lässt, mit den unterhaltsamen Charakteren und der gelungenen Atmosphäre.

Was mir so nach vielen vielen Stunden in Night City (und Umgebung) immer wieder besonders positiv auffällt, sind die vielen Stillen Momente, die sich das Spiel nimmt. Es gib immer wieder Momente, in denen CP wahnsinnig das Tempo rausnimmt und sich viel Zeit und Ruhe für das Erzählen und die Inszenierung nimmt.
Keine Ahnung ob das andere Spiele auch so machen, mir ist da zumindest wenig vergleichbares bekannt.

Von daher: Für mich ist Cyberpunkt auch im Januar der unzweifelhafte Gürtelträger.

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