Die besten Gitarrensoli

Sorry, dass ich schon wieder einen neuen Musik-Thread öffne, aber bei „Der Bass much Ficken“ passt das nicht so wirklich gut rein. :wink: Was sind eure liebsten Gitarren-Soli? Könnt ihr euch ebenfalls dermaßen an einer feschen Solo-Fiedelei berauschen?
(Nein, ich rede einzig und allein von Gitarren-Soli, ihr Perverslinge! :wink: )

Noel Gallagher nannte folgenden Song mal einen perfekten Titel, um in den Tag zu starten. Kannte vorher weder Band noch Song, aber er hatte sowas von recht. Dieses Solo nach etwas mehr als zwei Minuten… es baut sich immer weiter auf und nimmt einfach kein Ende… stattdessen wird es einfach immer famoser.

Ein sonniger Tag, Kopfhörer laut aufgedreht, das Hirn mit dem Sunshine-Solo durchspülen… wunderbar. Das Leben ist schön! :heart_eyes:

Folgender Song hat direkt zwei geile Soli. Ohnehin ein Mega-Album. So sehr ich die Ramones mag, das Debütalbum der Saints war 1976 ein solches Brett, dagegen wirkt das Debüt der Ramones (trotz prinzipiell toller Songs) wie ein musikalischer Seniorentreff.

Song #3 finde ich - vom Solo abgesehen - eher schwach. Das Solo funktioniert allerdings wunderbar für sich. Baut sich langsam auf, wird immer geiler. So lahm der restliche Song ist, von 2:10 Minuten (eigentliches Solo ab 2:55) bis circa Minute 4 ist das einfach nur verehrungswürdig. Heiliger Fick-Ferdinand, ich danke für dieses Solo. Ist das geil!

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Wirklich coole Soli. Vor allem die beiden Punk Soli gefallen mir gut weil die schon ordentlich Druck machen.

Ich eröffne mit einem der bekanntesten Metal Soli aller Zeiten… Marty Friedmans Solo aus Megadeths Tornado of Souls. In diesem Fall habe ich mich für eine nachgespielte Version entschieden da ich einfach keine gut klingende Einzelaufnahme des Solos finden konnte und hier sehr schön demonstriert wird wie komplex das Ding ist:

Nummer 2 ist ein Dream Theater Solo von John Petrucci. In diesem Fall ein etwas emotionaleres und weniger technisches. Auch hier nur das Solo, da der Song ca. 15 Minuten.

Zum Letzten muss man glaube ich nichts sagen…

Nein.

Okay, Nicht-Gitarristen-Sarkasmus beiseite.

Wenn es um Gitarrensoli geht werd ich ziemlich poppig:

Led Zeppelin - Whole lotta love (Hier bei ca. 2:20):

Der Anfang der langen version von Dire straits: money for nothing (Die Gitarre kommt bei 1:35)

und kurz aber knackig Queen: We will rock you: (Gitarre bei 1:30)

Bei allen Songs zahlt es sich aus etwas früher einzusteigen weil vorher ein geiler Aufbau kommt der sich schlussendlich dem Solo entlädt…ich erkenne ein Muster :slight_smile:

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Alles großartige Songs… bei Led Zeppelin war Bonham immer für mich das Highlight. Was die Gitarrenarbeit angeht bin ich mehr ein Freund von Ritchie Blackmore als von Jimmy Page (wobei der natürlich auch großartig ist). Dazu werf ich einfach mal „Burn“ in die Runde. Nicht nur ein großartiges Solo sondern auch ein großartiges, treibendes Gitarrenriff.

Mark Knopfler ist bei mir immer so „Hit or Miss.“ Er hat ein sehr „unaufgeregtes“ Gitarrenspiel. Ich mag aber einige seiner Riffs ganz gern. Queen muss man nicht diskutieren… Oldschool Queen geht immer.

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Deep purple ist natürlich auch geil…wobei mein Lieblingssong von denen halt „Sweet child in time“ ist. Da ist ja eher die Orgel der Star…

Wobei ich sagen muss, dass ich schon als kleines Kind ein Orgelfan war. Gitarre auch geil…aber die Hammondorgel war mein Lieblingsinstrument. Emerson Lake and Palmer war die Gruppe die ich geliebt habe. Als 6-jähriger hab ich immer die Platten von meinem Onkel gehört. Irgendwann hat er sie mir dann auf Kasette überspielt (meine erste) damit ich sie nicht kaputtmache. Das hier war eines meiner Lieblingslieder (Orgelsolo so ab 3:00 - wobei es von EL&P bessere gibt):

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Als Gitarrist muss ich sagen: Die meisten Gitarrensoli sind extrem langweilig! Das liegt daran, dass viele technisch herausragende, schnelle, geschickte Gitarristen keine guten Musiker sind, kein Gespür für originelle musikalische Ideen, catchy Melodien und die Dramaturgie eines Solos haben. Aber ich will trotzdem zwei nennen, die ich tatsächlich ausnahmsweise mal interessant finde und einfach gerne höre.

Mark Knopflers Solo in dieser Variante von Layla (beginnt bei 2:55). Einfach extrem tasty und bisschen geil (hier durchaus sexuell gemeint).

Princes Solo in dieser Variante von While my Guitar Gently Weeps (beginnt bei 3:27). Prince hat einfach alle Höschen der Welt verdient.

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John Lord und seine Hammondorgel sind mir glatt noch einen weiteren Post wert. Child In Time ist ein großartiger Song. Ich möchte nochmal kurz Space Truckin’ reinwerfen weil der Sound der Orgel hier so tief und schrabbelig ist, dass sie oft mit der Gitarre verwechselt wird. Der Song startet direkt mit Orgelklängen.

Da bin ich bei dir. Ich empfinde Gitarristen als anstrengend, die ausgiebig ihre technischen Skills demonstrieren und sich „etwas“ zu sehr an ihnen ergötzen, während mich das Ergebnis oft unberührt zurücklässt. Als Beispiel: Ein schrammeliges Punk-Solo, das es schaft, irgendetwas in mir auszulösen (siehe Social Distortion:Moral Threat) ziehe ich jederzeit einer Skill-Demonstration vor, die mich emotional kaltlässt.
Ein gutes Solo sollte für mich effizient sein und sich dem Song unterorden bzw. einen Beitrag zum Gesamtwerk leisten.

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Daran anknüpfend (und zustimmend) warte ich darauf, wann hier ein Song geposted wird, der jünger als 10 Jahre ist. Oder 20. Oder 30.

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Auch schon wieder alt, aber geil und kommt mir gerade in den Kopf: Radioheads Paranoid Android hat einfach 'ne fantastische Dramaturgie und wie die verzerrte Gitarre am Ende reinballert (und den Song an der Grenze zur Kakophonie beendet) ist einfach :kissing_closed_eyes: :ok_hand:

Hat weniger mit technischer Fingerfertigkeit zu tun, als eben Drama und Sound.

Kirk Hamilton, ehemals bei Kotaku, hat einen guten Podcast über den Song gemacht.

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Sehr cooler Song! In meine Spotify-Playlists packe ich z.B. auch immer mal wieder den alten Radiohead-Song „Just“. Was ein Brett. Dieser hochgradig verzerrte Gitarrensound… wunderbar!
Und dann noch das strange Video dazu…:heart:

Ich versuche gerade mal im Kopf zu kramen, was mir sonst für Künstler einfallen die interessante Sachen mit Gitarren(solos) machen. Und da bin ich jetzt zwangsweise wieder bei Kaki King gelandet. Ich habe so oft einen Ohrwurm von „Bowen Island“, dabei ist das ein rein instrumentales Gitarrenstück.

Entdeckt hab ich sie vor vielen Jahren über diesen Auftritt bei Letterman und war gleich hin und weg den der Art wie sie die Gitarre als Rhythmusinstrument spielt.

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Auch ganz toll: Der Gitarrensound in „Dope Fiend Blues“ vom ersten Solo-Album von Mike Ness (Social Distortion).

Die Duette mit Bruce Springsteen (Misery Loves Company) und Brian Setzer (Crime Don’t Pay) haben ebenfalls ziemlich coole Gitarrenwände.

Wie wäre es mit St. Vincent? Musikalisch eine Mischung zwischen Lady Gaga und einem weiblichen David Bowie und dazu noch eine ziemlich gute Gitarristin (Solo bei 2:47)!

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An St. Vincent musste ich auch denken! Die Gitarre wird ja immer weider mal tot gesagt, aber sie macht einfach geilen Pop mit geiler Gitarre.

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Indeed!

Deshalb, nicht die „Techniker“ (meist aus der Metal Schiene huldigen). Huldigt die, die was können und dabei etwas fühlen.

Das ist immer dieser krasse Fehlschluss, dass „technisch beeindruckende“ Soli nicht auch Gefühlvoll sind. Es mag nicht euer Feeling treffen, aber diesen das Gefühlvolle abzusprechen ist hochgradig albern und trollig.
Zur Beruhigung erstmal:

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Das Video läuft bei mir leider nicht. Ich will aber kurz das Argument aufgreifen… ich glaube das die Diskussion Technik vs. Emotion eine Abgrenzungsdiskussion ist. Das ist okay, denn das Abgrenzen ist ja irgendwie ein Teil der eigenen Persönlichkeitsbildung.

Ich selbst grenze mich da auch gerne ab und erkenne einfach an, dass es eine Geschmacksfrage ist und nicht eine Frage von Besser oder Schlechter. Alles was da zu holen gab ist von Bach, Beethoven und Mahler bereits geholt worden - ob kulturell oder kompositorisch. Es macht auch keinen Sinn sich darauf zurückzuziehen - es sollte ja nie darum gehen was „fachmännisch“ als besser gilt, sondern was einem selbst am Besten gefällt.

PS: Video hat jetzt geklappt. Ich mag das Solo und würde mit einem neueren Stück von Marty Friedman antworten (5 Jahre sind bei dem Kontext der Diskussion glaube ich noch „sowas ähnliches“ wie neu)

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Woah, mir fällt grad doch noch eine Gitarristin ein, der ich schon live beim Solieren zuhören durfte. Eigentlich hab ich ja wenig für eben solche dudeldüdeldudel-Soliererei und die ganzen klassischen Rock’n’Roll-Gesten über. Aber Marissa Paternoster ist halt einfach 'ne geile Gitarristin und Songwriterin, da nehme ich auch mal minutenlanges jammen und shredden inmitten eines catchy Punksongs hin.

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