Der interaktive Musik-Thread (Empfehlungen + Wertungen)

Es gibt zwar bereits einen allgemeinen Musik-Thread, aber da es in diesem nur wenig interaktiv zugeht, dachte ich mir, dass man es mal mit folgendem Modus probieren könnte:

Wer einen neuen Beitrag postet, stellt ein (verlinktes) Lied bzw. Stück vor, gerne mit ein paar Worten darüber, was einem daran gefällt, warum es interessant sein könnte usw… Zusätzlich werden Wertungen abgegeben, für das eigene Stück sowie für mindestens 3 (sofern vorhanden, es startet logischerweise mit nur einem) der zuletzt von anderen Usern vorgestellten Stücke - auch hier gerne mit kleinen Texten bzw. Begründungen. Dass man die eigene Musik in der Regel (viel) höher als die der anderen einstuft, dürfte nicht verwundern, und ich hoffe, dass sich da niemand auf den Schlips getreten fühlt. Ich rechne damit, dass meine Stücke nicht von allen gemocht werden und werde sicher selbst auch niedrige Wertungen verteilen. Der Austausch kann dennoch sehr fruchtbar sein:

  • wir können unseren Horizont erweitern und bisher unbekannte hörenswerte Musik entdecken
  • wir lernen zu verstehen, was genau andere Leute an Musik fasziniert
  • wir können herausfinden, ob es Leute gibt, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben

Als Bewertungsskala schlage ich das 100er-System vor, wobei da jedes System denkbar ist, denn man kann es immer irgendwie umrechnen, um Vergleichbarkeit herzustellen. Für mich geht da alles unter 50 („neutral“) in Richtung „nervig“ (das ist erstaulich viel), eine solide Standard-Radio-Nummer wäre vielleicht eine niedrige 60, wobei auf den Alben, die ich gezielt höre, fast alles über 70 und das meiste über 80 sein dürfte. Absolute Highlights bekommen 90+; 95+ ist nur ganz wenigen Titeln vorbehalten und ich würde vielleicht nie eine 99 oder 100 geben, denn was ist schon perfekt?

Legen wir mal los mit Isabel - A Report to an Academy von der norwegischen Kult-Band Major Parkinson (97 %). Dieses Stück vereint einige Gegensätze: Laut und leise, geradlinige und rhythmisch vertrackte Passagen, hoher und tiefer Gesang, Schönheit und Finsternis, Instrumente fast aller Art (Rock-Instrumente, Streicher, Synthesizer, Soundeffekte). Dabei wirkt die Musik in sich perfekt abgeschlossen und fließt wunderbar vor sich hin, mit fein austarierten Übergängen. Es ist eines der 2-3 Stücke, die ich dieses Jahr am häufigsten gehört habe, es braucht aber vielleicht mehr als nur einen Durchgang, um die volle Wirkung zu entfalten. Wen der Hintergrund interessiert: Die Basis bildet eine (gleichnamige) Kurzgeschichte von Franz Kafka.

(Ich nehme mal den Bandcamp-Link, da der Youtube-Link in diesem Fall zu keiner Vorschau mit Bild führt. Wer mag, darf die Band natürlich auch unterstützen.)

Und hier noch meine Bewertungsskala:
95-100: absolut phänomenal
90-94: hervorragend
80-89: sehr gut
70-79: gut
60-69: solide
50-59: ok
40-49: mäßig
30-39: für Fans
20-29: für hartgesottene Fans
10-19: sehr unangenehm
0-9: absolut grauenvoll (eher nur theoretisch möglich)

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In der Bewertungsskala fehlt die Kategorie Für Fans, seit Power Play-Zeiten unverzichtbar bei Musik-, Film- oder Bücherrezensionen.

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Hätte jetzt echt nicht damit gerechnet, dass mir das doch ganz gut gefällt, ehrlich gesagt. Kafka-Referenz, das etwas auf den ersten Blick etwas kitschige Cover, die Ankündigung klassischer Instrumente… das klang für mich nach der Art Metal mit der ich wenig anfangen kann. Die Instrumentierung war dann aber doch angenehm verspielt und nicht zu überfrachtet oder ins selbstzweckige Instrumentalgepose abdriftend. Schon schön. Mir persönlich fehlt am Ende ein bisschen mehr ganz klassische Härte, spätestens bei 6:50 hätte für mich auch mal 'ne derbere E-Gitarre reinfallen dürfen, so’n Kvelertak-Riff für einen Moment, oder vielleicht ein winziger Hauch Sludge. Eine Wertung nach einmal hören ist ja an sich total unangebracht, aber das passt ja zu Last Game Standing. Aus dem Bauch raus bin ich bei 'ner hohen 60 bis niedrigen 70. Nach zweitem Hören jetzt vielleicht sogar doch eher im 70er-Bereich. Hab den Track mal bei Spotify geherzt, damit er ab und zu mal wieder in meinem Routineshuffle landet.

Ich hab jetzt echt überleg, was ich posten soll. Am liebsten ja totales Kontrastprogramm, dachte ich erst, aber vielleicht bringe ich ein Beispiel für die Art von Heavyness, die ich mir gern gönne (und sicher kein Track wird, der gute Wertung kriegt, haha).

Und das wäre Bardo Ponds „Don’t Know About You“. Für mich ebenfalls ein 90er, vielleicht in der „Hervorragend“-Kategorie. Nach meinem 5-Sterne-Bewertungssystem eine 5. Und in einer Tier List ein S. Vermutlich seit ich ihn das erste mal hörte einer meiner ewigen Lieblingssongs (wobei das sicherheitshalber eine in er Länge nicht weiter definierte Liste ist). Ich erinnere mich noch, dass ich vor zehn Jahren im Plattenladen meines Vertrauens war. Diese doch sehr erbarmungslos lärmende Platte hat mir der Besitzer dann empfohlen, weil er meinte „das könnte mir gefallen“. Seit dem glaube ich an die Magie des Einzelfachhandels, weil so eine Platte jemandem zu empfehlen, den man nur von einer Hand voll vorheriger Käufe kennt, da gehört schon ein Blick für die Kundschaft dazu. In dem Song stecken viele Aspekte, die ich in ihren Einzelteilen auch anderswo mag. Die Trägheit von frühen Melvins, die überwältigend und trotzdem irgendwie filigranen Gitarrenwände von My Bloody Valentine, die kratzig-rohe Lo-Fi-Produktion von 90er-Jahre-Indie-Bands. Hier halt alles gleichzeitig. Das ist so ein Song, der mich einfach jedes mal in seiner Lautstärke einwickelt und kurz in einem halbmeditativen Zustand woanders hin mitnimmt. The magic of music oder so. Wer Bock auf was Lautes hat klickt rein, alle anderen hören Probe.

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Und alle anderen hören Probe? :wink:

Ich habe die Bezeichnungen halt einfach einigermaßen symmetrisch gehalten. „Für Fans“ im 20er- bis 30er-Bereich kann tatsächlich hinhauen, denn einfach aufgrund unterschiedlichen Geschmacks kann ein Stück für Person A eine 25 (und damit wirklich unangenehm) sein, obwohl es für Person B eine 90 ist. Fast alle Leute haben da irgendwelche Barrieren, sei es ein bestimmter Sound oder eine bestimmte Struktur und sowohl @sofakissen als auch ich haben hier schon gewisse Hürden aufgestellt. Ich hoffe, das hält andere nicht davon ab, hier mitzumachen. Und ja, „Isabel“ is definitiv ein „grower“, vielleicht überspringt es ja immerhin noch die 80. „Baseball“ von demselben Album ist ähnlich gut und vielleicht etwas geradliniger. Das Vorgängeralbum klang etwas härter, aber ich werde ohnehin hier noch etwas „härtere“ Musik posten, wenn auch vielleicht nicht unbedingt Opeth oder so.

Den Bereich 0-9 sehe ich übrigens reserviert für sowas wie den Sound, den man erhält, wenn man eine Spiele-CD in einen CD-Player einlegt, falls sich jemand daran noch erinnert. :sweat_smile:

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Ein Musikthread…da bin ich natürlich auch dabei…

…wobei ich natürlich bemerken darf, dass man bei den anderen:
https://forum.lastgamestanding.de/t/musik-oder-die-12-zeichen-die-die-welt-bedeuten/1112/223
https://forum.lastgamestanding.de/t/die-besten-coverversionen-von-britney-spears-toxic/479/44
und
https://forum.lastgamestanding.de/t/wir-lieben-powerballaden-3/410/51

auch gerne Bewertungen einfordern darf (zumindest ich geb sowas gern)

Zu den beiden von oben:
Isabel - A Report to an Academy: Naja, ich sag mal 55 (solide). Ist mir im großen und ganzen etwas zu kunstscheissig…ich steh ja auf große Emotionen (gern auch ein wenig poppig). Außerdem ist es zu lang.

Bardo Ponds „Don’t Know About You": 65 (ein wenig solider) Auch hier fehlt mir persönlich die große Emotion. Ich mag den Gitarrensound der wie ein Mauer auf einen hereinbricht und auch sehr meditativ ist.

Und ich soll ja auch was beitragen und deshalb mal was ganz Altes was alle meine Boxes checkt:

Edith Piaf - Non, je ne regrette rien

Große Emotionen, Pop, Große Kunst, Leiden, Liebe, Geschichte

btw. Ich pack auch alles was hier - von youtube - gepostet wird in die große LastGameStanding - Playlist

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Sehe ich das richtig oder bin ich bisher der einzige der konkrete Wertungen abgegeben hat? Was übrigens Wertungen betrifft bin ich für nur zwei davon: Daumen hoch und Daumen runter. Das macht sich übrigens als Partyspiel echt gut:

Jeder darf einen Song vorspielen der - wichtig - bis zum Ende gespielt wird. Wenn der Song aufhört - und zwar in der Sekunde - wird per Daumen hoch oder runter abgestimmt. Wenn die Mehrheit hoch geht darf der Vorschlagende nocheinmal. Sonst kommt der Nächste im Uhrzeigersinn dran - oder wenn die Party recht konfus ist, der der neben der Stereoanlage steht.
Extra: Wenn alle Daumen hoch sind darf der Vorschlagende willkürlich eine neue Regel einführen oder eine alte abschaffen.

Ja, siehst du falsch, ich hatte zu Isabel eine abgegeben (und sonst hatte hier ja noch niemand gepostet ;))

Das find ich auch gut! Hatten wir damals beim alten Superlevel bei Spielereviews eingeführt und war ganz geil, weil es dich dazu zwingt 'ne klare Meinung abzugeben, statt dich mit „ganz okay“ rauszureden.

Ups, ich hatte mich vertan :wink::
95-100: absolut phänomenal ganz große Kunstscheiße

Was Daumen hoch/runter betrifft: Eigentlich sprichst doch nichts gegen etwas mehr Information? Man kann sich ja gedanklich (oder explizit) eine Grenze setzen, z.B. alles über/unter X% ist Daumen hoch/runter. Bei mir wäre die Grenze wohl bei etwa 70 %, ich bewerte vielleicht auch relativ gnädig, da ich mich auf die gesamte verfügbare und denkbare Musik beziehen möchte, da sind dann auch die unbeliebtesten Stücke nicht so erfolgreicher Pop-Gruppen sowie Amateuraufnahmen dabei.

Vielleicht bekommen wir zumindest noch eine vierte Person, die mitmacht, sodass man zumindest immer drei frische Stücke zu bewerten hat. Ich werde mich auch bemühen, bevorzugt relativ kurze Stücke vorzustellen. Das bedeutet bei meiner Lieblingsmusik zwar immer noch etwa 5-8 min, aber ich will euch auch nicht 20minüter aufdrängen. Wobei die teilweise ganz großartige Kunstscheiße sind… :innocent:

So, dann schließe ich mich hier doch gerne mal an. Ich bin gespannt, was hier alles so ausgegraben wird. Ich orientiere mich dabei an der Bewertungsskala aus dem Startpost.

Fangen wir an:
Major Parkinson "Isabel - A Report to an Academy"
Die Mischung der Instrumente gefällt mir sehr gut. Die Stimmung, die hier vermittelt wird, ist echt super. Der Gesang ist sehr abwechslungsreich. Allerdings ist mir das Stück insgesamt auch zu lang. Ich stehe da doch eher auf kürzere Titel. Daher ist es für mich eine 78.

Bardo Ponds „Don’t Know About You“
Hm, ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber das Stück fühlt sich doch insgesamt sehr zäh an. Wahrscheinlich ist das hohe Gitarrenkunst, aber nicht soo mein Fall. Mir fehlt hier etwas die Melodie, da auch der Gesang recht monoton ist. Ich kann es mir gut anhören, aber ganz mein Fall ist es nicht. Ich würde es auf einer 67 einordnen (oberer solider Bereich).

Edith Piaf - Non, je ne regrette rien
Das ist mal etwas ganz anderes. Für mich allerdings nichts, was ich mir freiwillig anhören würde. Das liegt aber hier wirklich am Genre. Wenn es irgendwo im Hintergrund dudelt okay, aber mehr auch nicht. Daher eine 52.

Und nun bin ich dran. Ich nehme ein Stück von der Band Coppelius was für mich eine echt umwerfende Liveerfahrung war. Ich kannte die Band vor dem Auftritt noch nicht und war skeptisch, als ich die Instrumente gesehen habe (Kontrabass, Cello, Klarinetten) und war direkt vom Start an weggeblasen, wie man mit diesen Instrumenten so rocken kann. Seitdem ist es einer meiner absoluten Lieblingsbands. Und deshalb gibt es auch eine Liveaufnahme von der Band vom Song Schöne Augen. Inspiriert, wie so vieles bei Coppelius von E.T.A. Hoffmann. Sie ist schon etwas älter und hat daher nicht unbedingt CD-Qualität. Dafür gibt sie aber auch das Livegefühl sehr gut wieder. Zudem finde ich es auch besser, ein offizielles Video der Band zu nehmen, als anderweitig hochgeladene Stücke.

https://www.youtube.com/watch?v=PbEC-gIm1Vc

Achja, meine Wertung ist definitiv eine 92.

@Generator Wie hast du es geschafft, dass der Player eingebettet wird? Ich schaffe es leider nur, dass der Link angezeigt wird.

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Leider zickt das in letzter Zeit etwas. Das Forum kennt manchmal den nativen Link nicht mehr (warum auch immer). Deshalb mach ich Rechtsklick auf das Video und „Video Url-kopieren“. Der Link geht dann. Und wenn nicht dann versuch ich „Video Url- an dieser Stelle kopieren“ und lösch den Timecode dann raus.

Hier auf jeden Fall der Link:

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Schön, dass sich der Thread mit weiteren Vorschlägen füllt. Ich habe mir alle Tracks jetzt mehrmals angehört, um Wertungen abzugeben zu können, die einigermaßen gut meinem Empfinden entsprechen. Außerdem kann der Eindruck sich ja vom ersten bis zum vielfachen Hören verändern und der „Wiederhörwert“ sollte sich vielleicht in der Wertung wiederspiegeln, zumindest zu einem gewissen Teil.

Bardo Ponds: Don’t Know About You: Puh… ich bin gespannt, ob noch ein Titel kommt, der schwerer zu bewerten ist als dieser. Ehrlich gesagt… mein erster Gedanke war: „Was sind das für Störgeräusche? Gitarre kaputt?“ Dabei höre ich selbst einigermaßen viel Metal bzw. „wuchtige“ Musik, aber dies ist mir dann doch etwas zu viel. Immerhin kann ich die Faszination teilweise nachvollziehen, die Stimme passt wirklich gut zum Feeling, aber der Song ist irgendwie auch ungefähr eine Minute zu lang / zu repetitiv. Je nach Stimmung / aktueller „Lärm-Toleranz“ kann das Stück für mich eine 45, 60, oder 75 sein, also dementsprechend: 60 (+/- 15) Punkte.

Edith Piaf: Non, je ne regrette rien: Ein Klassiker, der wohl schon oft in Filmen zum Einsatz gekommen ist, nur leider nicht ganz mein Genre und etwas eindimensional. Sicherlich kompetent gemacht und die Stimme weiß mindestens beim ersten und zweiten Hören zu verzaubern, das Lied nutzt sich aber auch recht schnell ab. Unterm Strich sicher ein „gutes“ Lied (wir betrachten hier immerhin alle mögliche verfügbare Musik), das mich aber auch nicht vom Hocker reißt. 73 (+/- 5) Punkte.

Coppelius: Schöne Augen: Was für eine Überraschung, ein absoluter Gewinner ist das! Ein stetig vorpreschender Song, und doch mit ein paar Überraschungsmomenten wie Tempo-Wechseln und, unter anderem, ausgefeiltem Klarinettenspiel. Melodiös und verspielt. Eine Stelle erinnert mich übrigens an den Soundtrack von Donkey Kong Country: Tropical Freeze, wenn ich mich richtig erinnere (muss ich mal bei Gelegenheit nach suchen). Nach mehrfachem Hören keine wirklichen Abnutzungserscheinungen. Beeindruckend auch (aber für die Wertung irrelevant) das gesamte Konzept der Band. Fun Fact: E.T.A. Hoffmann kam bei uns damals im Deutschunterricht vor. Meine Wertung: 91 (+/- 3) Punkte.

Nach diesen drei neuen Vorschlägen würde ich gerne einen weiteren Titel vorstellen. Bitte verzeiht mir, dass er wieder relativ lang ist, aber immerhin rund eine Minute kürzer als Isabel. :innocent: Es handelt sich um Riverside: Volte-Face. Dieses leicht orientalisch angehauchte Stück setzt sehr auf Atmosphäre, mit wunderbaren Keyboard-Teppichen und dem emotionalen Gitarrenspiel des leider bereits verstorbenen Piotr Grudziński. Auch der Gesang ist emotional gehalten, anfangs eher ruhig, später dann - durchaus dem Text entsprechend - mit heftigen Ausbrüchen, vor allem ganz am Ende („I’m not afraid“). Es handelt sich hier auch tatsächlich um eine (Prog)Metal-Band, die jedoch öfter nach den von Pink Floyd beeinflussten Porcupine Tree als nach Dream Theater klingen. Meine Wertung: 92 (+/- 2) Punkte. Es ist jedoch meiner Meinung nach nur das zweitbeste Stück auf dem insgesamt fantastischen und atmosphärisch dichten Album „Second Life Syndrome“, hinter dem rund 16minütigen Titel-Stück.

Und hier eine Live-Version:

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Ok erstmal: Ich hab meine Bewertungsskala umgestellt. Für mich gibts nur mehr 3 Wertungen:

  • Perfect-Music-Playlist: Meine Playlist mit dem absoult besten was Musik zu bieten hat.
  • Playlist: Meine Playlist. Hier kommt alles rein was ich nochmal hören will.
  • Leider keine Playlist: Tja…selbsterklärend.

Coppelius - Schöne Augen: Ok. Playlist. Wenn auch knapp. War interessant genug um es mir nochmal anzuhören. Rausschmeißen oder überspringen kann ich es immer noch :slight_smile:

Riverside: Volte-Face: Hat es gerade noch in die Playlist geschafft. Den Anfang fand ich ziemlich geil. Ab 3:12 (wo der Gesang anfängt) war ich dann nicht mehr so begeistert. Aber insgesamt ok. Mal sehen wie es mir gefällt wenn es in meiner Playlist nochmal ohne Kontext gespielt wird. Und auch wieder viel zu lang.

Allgemein würde ich es btw. begrüßen wenn die Auswahl etwas diverser wird. Immer nur Progressive- bzw. Kunstrock (Oder wie immer das jetzt genau heißt)? Deshalb schlage ich folgende Regel Richtlinie vor: Jeder Vorschlag sollte sich signifikant (d.h. in Genre, Alter, Stimmung, usw.) von dem vorherigen Vorschlag der gleichen Person unterscheiden.

In dem Sinne meine nächste Empfehlung (Das Video ist btw. auch endgeil):

Stromae - Formidable

Ich bin gerade etwas überrascht, denn ich empfinde unser kleines Sammelsurium an Musik bisher als sehr divers. Aber grundsätzlich begrüße ich es ebenfalls, dass es (weiterhin) eine große Vielfalt an Stücken (Struktur, Stimmungen, Instrumentation/Sound etc.; Alter finde ich zweitrangig) gibt. Dabei werden möglicherweise alle meiner Vorschläge progressive Elemente beinhalten, wobei das musikalisch sehr unterschiedlich ausfallen kann (jazzig, elektronisch, klassisch klingend, wie Hardrock oder Metal oder „Folk“, etc., es gibt sogar progressiven HipHop). Progressive Musik (oder Progressive Rock, was ein etwas irreführender Begriff sein kann) grundsätzlich zu vermeiden wäre ein wenig wie sich nur auf Spiele ohne (wahlweise) Story/Gameplay/Multiplayer zu beschränken.

Hab, weil das andere Video nicht ging, nur die Live-Version gehört. Leider gar nicht meins. Diese Art von Softprog-Dudelriff gibt mir nix außer mentale Sehnenscheidenentzündungen. Irgendwie landet das voll zwischen den Ecken angeproggten Rocks, den ich geil finde: Kunstvoll-verkitscht wie Rush oder voll auf Maul wie Meshuggah. Alles andere sind Fingerübungen. Kein interessanter Groove, keine interessante Melodie, nix was mich interessiert leider. Das arabisch angehauchte hör ich auch nicht raus. Nicht meins einfach, also „für Fans“.

32/100


Boah, den mag ich. Ich mag den Refrain als Einstieg, das hat was wunderbar verzweifeltes, schön selbstmitleidig auch. Wie sich dann die Instrumente aufeinanderstapeln funktioniert auch wunderbar, weil’s sich zum Glück die erwartbarsten Klischees vermeidet. Jedenfalls gleich mal auf Spotify geherzt. Der Beat dürfte etwas interessanter sein allerdings.

79/100


Mein erster Instinkt war: Das mag ich gar nicht. Diese Art von Kostümshowmetal finde ich meistens eher cringe. Unfair, Vorurteile, klar, aber gerade wenn’s auch noch deutsche Texte sind… aber das Riff ist echt ganz nice und gerade diese Stelle beim ersten Break mag ich sehr. Ballert gut, auch mit den Solo-Instrumentierung. Aber also ich dann gar dachte „hey, das kriegt mich“ kommt der (sehr kurze) Refrain und ich muss doch wieder bissl cringen mit dem Text und so. Glaube ich fände das instrumental nicer, und auch mit dem Hart-Rock-Anteil (in den Drums) noch etwas weniger zentral.

52/100


Ja, mei… man kann solche Lieder immer nicht wirklich schlecht finden. Ich baller mir durchaus gerne mal einen Chanson rein, aber der hier ist meines Erachtens doch etwas überschätzt. Vielleicht mag nur ich den nicht? Vielleicht ist er einfach overplayed? Je Ne Regnete Rien kommt mir jedenfalls immer eher wie eine Parodie des Chansons vor, und ballert bei allem Pathos gleichzeitig nicht hart genug. Ich gönn mir lieber 100 mal La Mer rein jedenfalls und bereue nix.

47/100


So, und nach den vernichtenden Urteilen dürft ihr jetzt wieder meinen Musikgeschmack scheiße finden. Allerdings kann ich mich noch nicht entscheiden, was ich posten soll. Wollte mal bisschen weg von der Rocklastigkeit. Aber ich hör so viel Gitarrenmusik einfach!

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Ok lange nix mehr gekommen. Trotzdem will ich wieder mal was zur Wahl stellen.

Es handelt sich um Drum&Bass aus den 1990ern. Eine meiner Lieblingsplatten die ich sogar physisch besitze. Total chillig und ab ca. 1:16 auch wunderbar tanzbar. Der Track vereinigt alles was an Drum&Bass geil ist…

Luger - Pass Agent

naturlich 100% instrumental, ökologisch produziert und abbaubar.

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das ist eine coole Scheibe, ich habe die schon mal gehört. DnB ist schon eine geile Stilrichtung,
und so hochkomplexe Arrangements teilweise.

hier ein Klassiker, den ich saugeil finde:

und das ist geil arrangiert.

ok…

Also erst mal die Bewertungen:

B-Complex - Beautiful Lies:

Ist für mich Playlist. Auf der höheren Stufe. Also was die „offizielle Skala“ betrifft etwa 78. Die Vokals ziehen mich rein und der Bass ist auch geil. Und ich glaube der Track macht sich echt gut auf der Tanzfläche. Ich würd zumindest ziemlich darauf abgehen. Allerdings kommt es mir ein kleines bischen zu
poppig für dien Drum&Bass-Club vor.

B-complex - Little Oranges

Auch playlist-stuff. Ein paar „offizielle“ Punkte Abzug weil ich vorher den anderen Track von B-complex gehört habe und noch ein paar mehr weil er nicht ganz so reinhaut. Ist mir auch insgesamt zu nervös. Also „offiziell“ 66 Punkte.

Und nun zu meiner nächsten Nominierung:
Drum&Bass ist für mich zwar draußen aber ich will trotzdem mit Tanzmusik weitermachen. D.h. ich nominiere Acid:

Brain 2 - Something For Your Mind (Inject Mix)


Das ist so ziemlich das Härteste (und Beste) was Acid-Techno zu bieten hat. Wenn ihr jemals vorhabt LSD oder Pilze einzuwerfen, spielt dabei diesen Track. Ihr werdet es nicht bereuen…

(btw. bitte nicht bewerten wenn ihr nicht mindestens bis 1:50 gehört habt. Da fängt es erst richtig an. Das vorher ist nur Service für den DJ. Zwar auch geil aber vor allem dafür da um den Track in ein Set einzubauen)

Und wenn ihr sowieso schon LSD intus habt, dann könnt ihr gleich im Anschluß das hier hören:

Daft Punk - Da Funk

ich kann bei dieser Acid Musik keine Bewertung abgeben. Das ist nicht so meine Welt und Musik. Aber der Bass massiert schon schön das Hirn. wird wohl min. eine 70 sein.

Von Daft Punk find ich anderes besser. Von diesem Lied ist mir eher das Video mit diesem Hund in Erinnerung als das Lied selber. 65/100

Ich habe vor kurzem mit Freude das gehört: