Crossover: Der NPC als Meme

Ja, moin! Ihr habt heute eine kleine Crossover-Folge in der Podcast-App eurer Wahl, für die ich @Christian.Schiffer in meinen Meme-Podcast „Crème de la Meme“ entführt habe. Darin geht’s passenderweise um das NPC-Meme… und warum das wahrscheinlich nicht der beste NPC aller Zeiten ist.


Es geht um das Kerlchen rechts im Bild.

Und weil wir bei Crème de la Meme auch immer abstimmen, bietet sich das ja auch hier an. Unser Bewertungssystem für Memes is simpel: Gute Memes loven wir, schlechte Memes losen wir.

Ist das NPC-Meme überheblicher Unsinn von Schlafschaf-Verschwörern oder valides Gedankenexperiment über das Leben in einer Simulation?

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Ich muss ehrlich zugeben dieses Meme noch nie irgendwo gesehen zu haben…

Aber vermutlich bin ich da einfach zu viel Internetz-Boomer… :thinking:

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Ich stehe hier auch grad voellig auf dem Schlauch. Was ist das? Was sehe ich da? Bin wohl mit 26 doch schon Boomer.

Mein meme der letzten Wochen ist „We love the Stock“.

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hier überheblichen, paternalistischen Millenial rant einfügen

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Das spricht eher für euch alle, weil das spezielle Ding eigentlich echt vor allem von Trump-Unterstützern benutzt wurde. Insofern dient die Diskussion vielleicht als Warnung, wenn’s doch mal irgendwo unterkommt :smiley:

So geht es mir mit ALLEN Memes, die der Creme de la Meme-Podcast bespricht und dennoch verfolge ich ihn mit großem Interesse.

@sofakissen ist der Dietrich Schwanitz des 21. Jahrhunderts - erklärt Social Media-Verwahrlosten und -Ignoranten wie mir was da so abgeht, in der großen weiten Welt.

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kommt mir auch bekannt vor (bei vielen). Aber die surfen einfach Hauptberuflich auf reddit rum :slight_smile:

Kenne das auch nicht.
Das linke Gesicht wird doch für alles mögliche verwendet?

Daher kenne ich es

*rückt seine brille zurecht*
*räuspert sich*

Der „Feels Guy“ ist, entstanden aus dem klassischen „Rage Face“, die Urform der Familie der „Wojaks“. Zu den Wojacks gehören unter anderem der fatalistische „Doomer“ oder eben dem „NPC“.

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Sehr erhellende Diskussion über ein Phänomen, dass ich so kaum kannte (Wie war nochmal der Oberbegriff für diese „Strichmännchen“(?) Memes, den @sofakissen ein paar mal erwähnte, damit ich den googln kann?) Der einzige Punkt wo ich ein bisschen kritisch wäre, ist die etwas leichthin gezogene Parallele Höhlengleichnis - sheeple. Mal davon abgesehen, dass die Version von Platon, die im Ethikunterricht der 5. Klasse anhand von netten Schaubildern zu jenem Gleichnis präsentiert wird, doch recht dürftig ist, scheint mir der Bezug zu Verschwörungstheorien in diesem Fall nicht sehr zielführend. Genauso wie von Descartes Meditation über einen potentiellen bösen Dämon, der dem Subjekt eine falsche Welt vorschaukelt, keine wirkliche Linie zu heutigen red-pill-Spinnern führt. In beiden Fällen sehe ich erkenntnistheoretische Gedanken, die so gut wie nichts mit dem modernen Verschwörungsmythen zu tun haben. Wenn man unbedingt historische Parallelen bis in die (Spät)Antike ziehen will, wären eventuell die Mysterienkulte und manche gnostische Strömungen naheliegender, insbesondere, da sie auch in eine Zeit fallen, in der ein älteres Weltverständnis brüchig wurde und die Menschen auf verschiedenste Weisen nach neuen „Antworten“ suchten. Aber selbst hier wäre ich ehrlich gesagt skeptisch, ob solche historische Beispiele ein besseres Verständnis des modernen Phänomens ermöglichen. Aber wie gesagt: Cooler Podcast, muss unbedingt mal die anderen Folgen nachholen.

PS: Wie ich sehe hat sofakissen während ich das schreibe schon meine obige Frage beantwortet. Danke. „Wojaks“… Diese Internetkultur eh… lol ^^

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Den Punkt hat auch @Scheinprobleme schon auf Twitter gemacht, das ist eher eine indirekte Verbindung um 100 Ecken.

Nicht direkt in dem Sinne, dass sich die Red-Pill-Memes direkt darauf beziehen (anders als The Matrix halt), aber wenn man die popkulturellen Referenzen zuende denkt kommt man da halt irgendwann an. Nicht ursächlich, aber über tausend Ecken verbunden.

Über die Red Pill haben wir übrigens auch schon mal gesprochen, auch in einem Crossover (damals mit Polygamia). Irgendwie sind unsere Crossover-Folgen immer die mit den Verschwörungstheorien. Oh, und auch die Red-Pill-Idee hat Elon Musk schonmal getwittert… also, ob der vielleicht… möglicherweise… :thinking:

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Das mit dem platonischen Denken und der Verschwörungstheorien wird in Deutschland vor allem Michale Blume vertreten. In seinem Buch geht er darauf ausfürlicher ein, als ich es im Podcast konnte…

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Interessant. Bin zwar immer noch skeptisch in der Sache, aber man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass der Autor eines Buches zu Verschwörungstheorien sich ganz gut auskennt mit der Forschungslage :wink:

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Das NPC-Meme gehört zu dem schlimmsten, was die „Meme-Kultur“, die schon viel schlimmes hervorgebracht hat, je hervorgebracht hat.

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Frosch hat einen Avatar von Tingle… Tingle ist ein NPC… zieht sich Link wie Tingle an, sind andere NPCs verstört…

ZUFALL?!

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Ich bin endlich dazu gekommen, mir diese sehr gute Episode mal komplett anzuhören. Darum mit viel Verspätung noch ein paar Anmerkungen, falls die jemanden interessieren:

  1. Auch in seinem Ursprung als Gedankenexperiment ist der NPC halt eher der philosophische Zombie für edgy Gamer-Babys.
  2. Ein sehr wichtiger Unterschied zu den „sheeple“ bzw. zum „Schlafschaf“ (was echt ein extrem niedlicher Begriff ist): „Sheeple“ sind im besten Fall Mitläufer und Opfer des Systems, die die Lügen glauben und bei denen noch eine kleine Hoffnung besteht, ihnen die große Wahrheit zu offenbaren; NPCs sind durch diese Benennung einfach komplett entwürdigt und entmenschlicht.
  3. Selbst wenn man davon absieht, was für ein ideologischer Müll hinter der ganzen Geschichte steckt: Die NPC-Metapher ist nicht mal gut! Klar, NPCs spulen ab, was ihre Programmierung ihnen vorgibt, aber sie haben wenigstens ein Leben und eine Persönlichkeit. In den meisten Spielen sind doch gerade die Avatare die seelenlosen Abziehbildchen, die ohne fremde Kontrolle (eben durch die Spielenden) keine Entscheidungen treffen können. Klar, der Gedanke ist, die NPCs den Spielenden gegenüber zu stellen, aber dann vermischt man Ebenen, und die ganze Metapher ist einfach Müll.
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Hinsichtlich dieses Gedankens auch spannend: Mir fällt auf, dass einige der für mich prägendsten Spiele Metal-Geschichten über genau diese Beziehung von Kontrolle, Erwartungshaltungen und unsichtbaren Mechanismen sind. Metal Gear Solid 2, Max Payne, The Wolf Among Us… alles spiele darüber, wie die Protagonisten das Gefühl haben, fremd gesteuert zu werden.

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