Alle Fußballspiele, die keine Fußballspiele sind

…also, das scroll ich gerade nichtsahnend die anstehenden Veröffentlichungen auf Steam und stoße dabei auf etwas, das Venn-Diagramm-Mäßig ungefähr 82% der Foren-User*innen hier abholen dürfte: Eine Visual Novel über Fußball, genauer genommen über einen “von einer Existenzkrise geplagte Trainer einer strauchelnden Fußballmannschaft”. Geil.

Geil. Leute, ich brauch mehr Nicht-Fußball-Fußballspiele!

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Ein Fußballspiel, das kein Fußballspiel ist im weltbesten Fußballpodcast, in dem es nicht um Fußball geht - paßt wie Arsch auf Eimer!
“Rocco Galliano” wäre auch perfekt für ein Kiezboxerspiel: “Imma feste druff, Galli, imma druff! Der kann nix!”

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Die Screenshots beiten jetzt schon Meme-Potential!

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Sehr geil. Ich hoffe das ist in der Tradition der Jugend-Fußballromane die meine Mum früher immer meinem älteren, schwer Fußball- aber wenig lesebegeisterten, Bruder gegeben hat damit “der Bub auch mal ein Buch liest”.
Die Bücher waren so kack schlecht und einfach super :smiley:

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Nicht zu vergessen - Tommi Ohrner:
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Beste Serie ever!

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Ich glaube, da hast du eine höchst vielversprechende Entdeckung gemacht. Ich weiß zumindest, was am 18.9. in meine digitale Einkaufstüte wandern wird. :slight_smile:

Apropos: “Der Kann nix”
Das Konzept zu “Football Drama” in Kombination mit dem Ausspruch “Der kann nix” wecken im mir gerade wohlige Erinnerungen an eine Zeit, die längst vergessen schien. Meine ruhmreichen drei Jahre in der Jugendmannschaft des SSV Lützenkirchen. Was ist eigentlich mit den legendären Traineranweisungen von damals geschehen? Kommentare wie “der verhungert ja!” oder “macht den weg!” habe ich schon lange nicht mehr gehört. Vielleicht habe ich mich aber auch nur zu lange auf den digitalen Fußballplätzen dieser Welt rumgetrieben.

Die Sprüche von damals habe ich bislang zumindest weder bei Fifa noch ProEvo vernommen. Anscheinend wurde da schlichtweg an der Bolzplatzrealität vorbeiprogrammiert. Aber wer weiß, vielleicht wird Football Drama genau dieses Lebensgefühl zurückbringen und nicht nur als bestes Nicht-Fußball-Fußballspiel, sondern auch als geilstes Videospiel überhaupt in die Annalen des TSV 2019 LGS eingehen.

Womöglich wird Football Drama sogar die Gelegenheit bieten, vergangenes Unrecht rückgängig zu machen. Z.B. den Tag, an dem mich unser Trainer “Motti” in der ersten Hälfte auswechselte und mit den Worten “genug gezaubert” an der Seitenlinie begrüßte. Eigentlich hatte der notorische Kettenraucher immer eine Fluppe im Mund. Einen Moment nicht hingeguckt, schon war der nächste Glimmstengel entzündet. Nur in dieser Situation war alles anders. Vor meiner Auswechslung konnte ich sehen, wie Motti seine Kippe wutentbrannt auf den Boden warf. Eigentlich war Motti ein freundlicher älterer Herr, aber meine Leistung hatte ihn so erzürnt, dass er zunächst vollkommen vergaß, sich eine neue Zigarette anzuzünden.

Zugegeben, ich war vollkommen talentbefreit, aber ich habe förmlich gebrannt vor Motivation.

Ein trauriges Ende nahm meine Fußballkarriere schon am ersten Trainingstag der C-Jugend. Die Trainingsmethoden vom neuen Coach Dieter - entlehnt aus der Felix-Magath-Schule - waren einfach
nichts für einen Fußballfeingeist wie mich. Oh, wie gerne würde ich die Geschichte neu schreiben. Vielleicht wird mir Football Drama diese Gelegenheit bieten? Was wäre das für ein Fest! :heart_eyes:

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Du hast gerade eins zu eins meine eigene Fußballjugend beschrieben! „Der kann nix“, gerne in Verbindung mit „Hau ihn um!“ war wohl der meistgehörte Zuruf während meiner E-, D- und C-Jugendkarriere. Technisch versierte Spieler waren „Dribbelheinis“ die man gerne schon innerhalb der ersten Minuten „aus dem Spiel nehmen sollte“ eine Aufgabe, die meistens der zwei Köpfe größeren Innenverteidigung zufiel. Während Dribblings und Ballgezauber nur Argwohn und Spott ernteten („Bist du Maradona, oder was!?“) wurde eine effizient ausgeführte Blutgrätsche stets mit Respektbekundungen vom Trainerteam belohnt („Aus dem Jung wird mal wat, Fiete!“). Eigentlich auch kein Wunder, dass der deutsche Fußball 10-15 Jahre später in eine tiefe Krise stürzte.
Dazu kamen dann noch diese überehrgeizigen, pöbelnden Eltern und unter seniler Bettflucht leidende Meckerrentner (die Spiele fanden gerne mal Sonntagvormittags statt) in altersbeiger Freizeitkleidung, Stock und Hut. Der zugeteilte Schiedsrichter kam meistens direkt aus der Dorfkneipe und roch penetrant nach Bommerlunder.
Die Taktik unserer talentbefreiten Dorfmannschaft gegen überlegene Gegner lautete stets: Mit viel Glück 1-0 in Führung gehen, dann mit 11 Mann im eigenen Strafraum verteidigen und den Ball möglichst weit über die Seitenauslinie auf die angrenzende Kuhkoppel dreschen – da man damals nur einen Spielball hatte, musste die gegnerische Mannschaft dann sowohl Brombeerknick und den stacheldrahtbewehrten Viehzaun überwinden bevor der Ball inmitten einer wildgewordenen Kuhherde geborgen werden konnte. So rettete man so manche Führung über die Zeit. Oder verlor trotzdem zweistellig…

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Behold The Kickmen ist im eigentlichen Sinne auch kein Fußballspiel. Eher eine freie Assoziation zum Thema.

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Fußball als Rundentaktik!
Mit viel Arbeit habe ich den SC Broich Peel (wo ich früher mal gespielt hab) nach ca. 15 Saisons in die Buli geführt.
Hat auch sehr guten Mod Support, wg. fehlender Lizenzen.

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Ok, offensichtlich ist das hier das beste Spiel!

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Ok, dann gehört auch Soccer Kid hier rein.
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In diesem 1993 für den Amiga erschienenen Jump and Run muß der Weltmeisterschaftspokal aus den klauen eines Alienpiraten befreit werden. Tja, klingt ja schon mal einfallsreich und der Protagonist ist ausnahmsweise - wie damals üblich - mal KEIN räudiges Nagetier, Igel, Bär oder tasmanischer Langnasenbeutler.

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Bestes Spiel der Welt!

Da sagst du was. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch noch an zwei spezielle Sorten von Eltern. Wie du schon sagtest, gab es da die überehrgeizige, pöbelnde Variante. Meistens Väter. Verkappte Drill Sergeants, die permanent Anweisungen an ihre Söhne auf den Platz brüllten und natürlich nur das Beste für ihre Sprösslinge wollten. Immerhin war es schon damals ein steiniger Weg bis zur Profikarriere. .Das war quasi so ein bißchen der Typus Vater Graf. Die Frauen dieser Väter pöbelten nur selten Seite an Seite mit ihnen. Entweder sie waren erst gar nicht erschienen, wurden zunehmend wütender auf ihren pöbelnden Mann oder sie flirteten mit nichtpöbelnden Vätern, die ohne Frau erschienen waren. Fall 3 trat übrigens auch gerne mal als Konsequenz aus Fall 2 auf. Ohnehin habe ich rückblickend das Gefühl, die Spieltage waren für manche Eltern primär eine Kontaktbörse für außerehelichen Geschlechtsverkehr.

So habe ich es auch erlebt! Selbst Aktionen, die man beim Wrestling abgeschaut hatte, wurden vom Trainer durchaus toleriert. Zumindest, solange der Schiedsrichter keiner dieser Aktionen mitbekam.

Um aber wieder zum Fußball zurückzukehren. Ich weiß noch, als ich 1992 angefangen habe, die Bundesliga zu verfolgen, bin ich quasi zur Hochzeit von Fußballrüpeln wie Michael Schulz eingestiegen. Wenn der damals im Trikot des BVB an der Mittelinie einem Gegenspieler von hinten in die Beine gerutscht ist, gab es dafür vielleicht mal mit viel Pech eine gelbe Karte. :wink:

In der Saison 1992/1993 bin ich auch das erste Mal im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion gewesen. Bayer 04 Leverkusen spielte gegen Wattenscheid 09. Die Zuschauerzahl lag bei unter 10.000. Derart wenige Zuschauer habe ich nie wieder bei einem Heimspiel erlebt. Vielleicht lag der Aufschwung auch daran, dass es mal eine Zeit gab, in der man mit Freikarten fürs Haberland-Stadtion geradezu überschwemmt wurde. Und das obwohl in der Saison 92/93 “unser Ulf” gemeinsam mit Anthony Yeboah Torschützenkönig wurde. Hachja, schöne Erinnerungen. :smiley:

Wer in Leverkusen wohnt, hat halt nicht viel Grund zur Freude, insofern muss dann auch jedes Erfolgserlebnis gefeiert werden. Wobei… (Christian Schiffer kennt die Geschichte)… habe ich schon mal erwähnt, dass unsere Stadt bereits von Weltstars wie Harrison Ford besucht wurde? Es hätte ein großer Tag für uns Leverkusener werden sollen, leider floh Dr. Jones noch bevor wir ihn ungefragt zum Ehrenbürger ernennen konnten. Allein schon die Überschrift " Zur Eröffnung kam Harrison Ford - und floh" reißt umgehend wieder alte Wunden auf. :grin:

https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/zur-eroeffnung-kam-harrison-ford-und-floh_aid-20862417

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Nicht ganz das Thema des Threads, aber wurst.
Diese aktuelle Meldung hier illustriert, welch grandiosen Job Gerald Köhler & Co. damals bei “Anstoss World Cup Edition” gemacht haben.

San José (dpa) - Der Trainer der Fußballnationalmannschaft von Costa Rica, Gustavo Matosas, ist zurückgetreten - und hat Langeweile als Grund angegeben. „Ich wusste nicht, dass es so langweilig ist, Trainer einer Nationalmannschaft zu sein“, sagte der 52-Jährige bei einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Fußball-Verbands von Costa Rica, Rodolfo Villalobos. Der Verband teilte am Donnerstag mit, er habe den Rücktritt von Matosas angenommen. Bereits beim Freundschaftsspiel am Freitag gegen sein Heimatland Uruguay werde er nicht mehr auf der Bank sitzen. Der frühere Mittelfeldspieler Matosas hatte die „Ticos“ erst im vergangenen Oktober nach deren Ausscheiden in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft in Russland übernommen. Seine drei vorherigen Stationen bei Vereinen in Saudi-Arabien, Paraguay und Argentinien, waren ebenfalls nur von kurzer Dauer gewesen. Zuvor war er einige Jahre lang in Mexiko gewesen und hatte dort mehrere Klubs trainiert. Matosas habe eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag gezogen, erklärte Villalobos. Er habe den Verband über eine große anderweitige Arbeitsmöglichkeit informiert. Medien spekulierten, es handle sich um einen mexikanischen Verein. „Ich brauche die tägliche Arbeit mit den Spielern“, sagte Matosas.

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Konnte man bei Anstoss World Cup nicht “freie Tage” nehmen wenn man keinen Bock mehr hatte?
Dann kam immer so ne Meldung wie “Sie verbringen einen entspannten Tag mit ihrer Frau” oder sowas in der Richtung…

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